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DigiTier Zwischenergebnisse – Wissens-/Informationstransfer – Wie kann er gelingen?

Um die Akzeptanz und den weitreichenden Einsatz digitaler Technologien in der Nutztierhaltung 🐄 🐖 🐏 voranzutreiben, bedarf es eines multidirektionalen Wissens-transfers.


Vernetzen, teilen, innovieren

Auf horizontaler Ebene gilt es den Informationsaustausch zwischen Land-wirtinnen und Landwirten stärker zu fördern – auch überregional. Besonders im Fokus: die Vernetzung von Technik-suchenden mit -nutzenden, um Erfahrungen über die Anwendung verschiedener digitaler Lösungen im täglichen Betrieb zu teilen. Fachforen können dazu beitragen, den Wissenstransfer innerhalb der Community weiter zu unterstützen. Wissenschaftliche Einrichtungen sollten zudem die Methoden und Algorithmen, die bei der Analyse digital erfasster Nutztierdaten verwendet werden, veröffentlichen und anderen Forschenden zugänglich machen. Die Schaffung einer tierartübergreifenden Wissensdatenbank wäre in diesem Zusammenhang ebenfalls sinnvoll. Dies wird unter anderem im Projekt 𝖢𝖤𝖱𝖤𝖲 adressiert, das an der Konzipierung einer universell nutzbaren, landwirtschaftlichen Datenbank für zukünftige Analysen arbeitet. 


Branchenübergreifender Wissensaustausch

Auf vertikaler Ebene muss der Transfer zwischen verschiedenen Sektoren, Disziplinen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Nutztierhaltung in beide Richtungen stattfinden. Insbesondere auf der Achse Wirtschaft – Landwirtschaft – Wissenschaft ist ein intensiver Austausch notwendig. Dabei müssen Entwicklende den Mehrwert ihrer digitalen Technologien klar kommunizieren und zum Beispiel Schulungen sowie innovative Tools einsetzen. Im Projekt 𝖶𝖾𝗂𝖽𝖾𝖨𝗇𝗌𝗂𝗀𝗁𝗍 wird z.B. parallel zu einem hybriden Rinderortungssystem für Stall und Weide, ein Simulationstool zur Planung/Investitionsentscheidung der Betriebe entwickelt. In den Projekten 𝖨𝖰𝖾𝗑𝗉𝖾𝗋𝗍 und 𝖬𝗎𝖪𝗈𝖫𝖺 werden Nutzerinnen und Nutzer digital durch E-Learnings geschult. Auch Reality-Technologien wie VR und AR können das Erlernen neuer digitaler Technologien erleichtern. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt SilA des Zentrums für Digitalisierung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (Haus Düsse). Hier wurde ein VR-Tool zur Erlernung tierschutzsensibler Maßnahmen für Auszubildende entwickelt. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Nutzende die Möglichkeit haben, ihr Feedback zur Praxistauglichkeit an Technologie-Entwickelnde zurückzuspiegeln, um Optimierungen zu ermöglichen. Im Projekt 𝖲𝗆𝖺𝗋𝗍𝖥𝖾𝗇𝖼𝖾 z.B. werden die Erfahrungen der Nutzerinnen und Nutzer durch UX-Design aktiv berücksichtigt. Auch Foren oder produktspezifische Austauschplattformen können hierbei unterstützend wirken.




Bild: GraphiqaStock on Freepik

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